Weiterverarbeitung von Mais zu Fertigprodukten

Der erste Schritt im Bereich Lagerung und Weiterverarbeitung war die Konstruktion einer Versuchs-Trockenanlage. Diese Anlage hat die Testläufe einwandfrei absolviert. Die Warmluft ist völlig rauchfrei und es können verschiedene Trockentemperaturen zwischen 35 und 70 Grad eingestellt werden.

Damit lassen sich nicht nur Getreide sondern auch Blätter (Moringa, Taro usw.) und Gemüse (Chili, Tomaten usw.) optimal und wetterunabhängig trocknen.

Der Ofen wird mit Reishülsen beheizt, die nur unvollständig verbrennen und zusammen mit der Asche einen wichtigen Rohstoff für unseren organischen Dünger darstellen.

Ein wichter Grund für die Armut der Kleinbauern ist die Notwendigkeit, aus Geldmangel die Ernte sofort zum Tagespreis verkaufen zu müssen. Dadurch wird der größte Teil der Wertschöpfung an Zwischenhändler und Verarbeitungsbetriebe transferiert.

Für den Maisanbau gibt es eine Hauptsaison, Ernte im März/April. Genau dann sind die Ankaufspreise immer extrem niedrig. Daher planen wir die Ernte von unseren begünstigten Farmern zu einem guten Preis aufzukaufen und dann zunächst zu lagern bis die Preise wieder gestiegen sind.

Mais ist Ausgangs-Rohstoff für eine Vielzahl von Produkten in den Bereichen Nahrungsmittel, Tierfutter, Chemie und Energie. Es gibt zudem verschiedene Sorten, z.B. Körnermais, Zuckermais und Gemüsemais.

Neben Trocknung und Lagerung werden wir schrittweise gemeinsam mit örtlichen Kleinunternehmern versuchen, eine Weiterverarbeitung zu Fertigprodukten aufzubauen. Damit würden wir dem Preisdiktat der Aufkäufer entkommen und auch unabhängig vom Weltmarktpreis werden.

Neben Mais werden in unserer Gemeinde noch viele andere Dinge angepflanzt, u.a. Reis, Kokosnüsse, Zuckerrohr, Zitronen, Gemüse, Manila-Hanf, Taro, Maniok und Moringa. Da ergeben sich zahllose Kombinationsmöglichkeiten.

Derzeit versuchen wir, von Universitäten im deutschsprachigen Raum einen Volunteer im Bereich Lebensmittelverarbeitung zu bekommen. Wir hatten kürzlich einen Agrarstudenten aus Wien bei uns, der hat unser Farm-Projekt enorm nach vorne gebracht.

Noch Fragen offen oder konstruktive Kritik üben? Schicken Sie mir einfach eine Email

Jochen Binikowski - Projektinitiator