Verwendung von Mais als Tierfutter

Bei dieser Nahaufnahme vom mobilen Corn-Sheller sieht man im Vordergrund die leeren Maiskolben und hinten unter der Maschine die Kleie

Es sind nicht nur die niedrigen Erträge für die Armut der Kleinbauern verantwortlich. Ein weiterer Hauptgrund ist die unzureichende Verwertung der Ernte. Klassischerweise läuft das so ab:

Der Farmer verkauft seine Maiskörner für 12 Peso/KG an eine Ankaufstelle. Diese beliefert Futtermittelfabriken von Großkonzernen. Dort ist Mais Hauptbestandteil der verschiedenen Futtermischungen. Der Mais kehrt also verarbeitet an den Ursprungsort zurück, wo derselbe Farmer im Landhandel für 28 Peso/KG Futter für seine wenigen Schweine und Hühner kauft und sich wundert warum die Schweine- und Hühnerzucht sich nicht rentiert.

Es werden zunächst nur die Kolben geerntet und dann noch auf dem Feld mit mobilen Maschinen die Körner abgetrennt. Zurück bleibt die eigentliche Pflanze, die leeren Maiskolben und eine Art Kleie. All dies kann als Tierfutter verwendet werden, aber die Farmer lassen es einfach auf dem Feld verrotten oder verbrennen das Material wie Abfall.

Hier liegt ein enormes Potenzial brach. Voraussichtlich im Frühjahr 2011 werden wir auf unserer Demo-Farm mit der Tierhaltung beginnen. Dann können die Kleinbauern mit eigenen Augen sehen wie man einen großen Teil des kommerziellen Tierfutters mit diesen "Abfällen" ersetzen und viel Geld sparen kann.

Dann werden wir auch über eine kleine Mühle verfügen und können die Körnerernte unserer begünstigten Farmer direkt verarbeiten. All dies wird zur Erhöhung der lokalen Wertschöpfung beitragen.

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Jochen Binikowski - Projektinitiator