Nebenprodukte bei der Maisproduktion

Moringa-Baum 9 Tage nach der Aussaat. Alle Teile dieses "Wunderbaums" lassen sich verwerten. Die Blätter haben extrem hohe Anteile an Vitaminen, Protein und Mineralien. Bereits nach ca. 4 Monaten kann man die ersten Blätter ernten. Moringa gilt als eine Art "Wunderwaffe" gegen den in Großstadtslums grassierenden Vitamin A Mangel bei Kindern und stillenden Müttern.

Die Samen lassen sich per Kaltpressung zu einem hochwertigen Pflanzenöl verarbeiten, das vor allem im Kosmetikbereich und als Massageöl verwendet wird und ca. 100 EURO pro Liter kostet. Der Presskuchen gilt als eines der proteinreichsten Tierfutter auf der Welt.

Beim Maisanbau fallen diverse Nebenprodukte an, die bislang von den Kleinbauern nicht verwertet werden. So lassen sich z.B. aus den Fasern der reifen Maiskolben erstklassige Kissenfüllungen herstellen. In diesem Bereich haben wir kürzlich mit den ersten Experimenten begonnen.

Es gibt pro Jahr 3 Anbauperioden wovon nur die Zeit von Dezember bis April für Mais Spitzenerträge geeignet ist. In der übrigen Zeit drohen Schäden durch Dürre oder zuviel Regen.

In diesen kritischen Perioden kann man für die Jahreszeit geeignete Pflanzen anbauen. Eine weitere gute Sache ist die Pflanzung schnellwachsender Nutzbäume wie z.B. Moringa um die Felder herum. Dadurch entsteht nicht nur ein wirksamer Windschutz, es werden auch diverse Schadinsekten ferngehalten und der Boden vor Errosion geschützt. Auch hier gibt es enorme Potenziale in Bezug auf Weiterverarbeitung und Nebenprodukte.

Hinzu kommen positive Effekte für die Bodenfruchtbarkeit durch diese Fruchtfolgen. Das spart langfristig große Mengen Kunstdünger und Insektizide ein. Es entsteht also ein mehrfacher Nutzen.

Wir gehen davon aus das bis Ende 2011 ein Großteil der genannten Nebenprodukte im kommerziellen Stil verwertet und vermarktet werden kann. Damit wird sich das Einkommen der Kleinbauern zusätzlich drastisch erhöhen.

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Jochen Binikowski - Projektinitiator