Chancen und Risiken der Bioenergie

Biokohle-Herstellung mit prmitiven Mitteln: In den unten offenen Metallfässern befinden sich etwas kleinere Metallbehälter die mit Rohstoffen wie leere Maiskolben, geschredderte Maispflanzen, Abfallholz, Blätter usw. gefüllt werden. Dann werden die Zwischenräume zu den größeren Aussenfässern mit Reishülsen aufgefüllt und von unten angezündet.

Metallrohre mit regelbaren Öffnungen sorgen für eine kontrollierte Sauerstoffzufuhr. Je nach Ausgangsmaterial und Feuchtigkeitsgehalt dauert dieser Meilervorgang ca. 3-5 Stunden. Für größere Mengen gibt es simple Konstruktionen aus Mauersteinen und Beton. 


Wenn die Farmer mit der Produktion von Energiepflanzen mehr verdienen als mit der Lebensmittelerzeugung droht eine Nahrungsmittelverknappung. Dies führt zu massiven Preiserhöhungen und damit Hungersnöte in der Dritten Welt.

Deshalb machen Bioenergie-Pflanzen nur Sinn, wenn dafür Brachflächen, Abfallprodukte und Pflanzungen ausserhalb der Saison eingesetzt werden. Damit würden die Bauern zusätzliche Einnahmen erzielen ohne die Nahrungsmittelsicherheit zu gefährden.

Beim Mais ist es derzeit weitgehend so, dass in den Entwicklungsländern nur die Körner verwertet werden. Die abgeernteten Pflanzen und leeren Maiskolben werden einfach auf den Feldern verbrannt. Aus diesen Materialien läßt sich aber mit einfachster Technik  sog. Biokohle herstellen, also eine Art Holzkohle mit extrem hohem Heizwert.

In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Experimente auf diesem Gebiet durchgeführt. Die Technik steht, was noch fehlt ist eine größere Pyrolyse-Anlage, Mühle und Brikettpresse. Dafür sind erhebliche Investitionen erforderlich, die wir bislang nicht finanzieren konnten.

Wir hoffen das sich dieses Finanzierungsproblem bald löst. Aufgrund der Tests wissen wir dass die Herstellungskosten der Biokohle niedriger sind als die illegale Holzkohle aus den umliegenden und unter Naturschutz stehenden Urwäldern.

Hinzu kommt das sich die bei der Biokohle-Herstellung entstehende Abwärme teilweise nutzen läßt, u.a. für Trockenanlagen oder Destillen. Das würde einen zusätzlichen, lokalen Mehrwert schaffen.

Es wäre technisch möglich, auch noch Biogas zu gewinnen. Nur ist die dazu notwendige Technik viel zu teuer, wartungsintensiv und auch mit erheblichen Gefahrenpotenzial bei Bedienungsfehlern behaftet.

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Jochen Binikowski - Projektinitiator